Arbeitsmarkt der erneuerbaren Energie
Arbeitsmarkt
Laut dem deutschen Bundesministerium für Umweltschutz, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) hat sich die Zahl der Beschäftigten im Wirtschaftszweig Erneuerbare Energien innerhalb von zwei Jahren nahezu verdoppelt. Im Jahr 2006 arbeiteten 235.000 Berufstätige bei Herstellern, Zulieferern, Projektierern und anderen Unternehmen der Erneuerbaren-Energien-Branche. Die größten Arbeitgeber sind die Bioenergiebranche (über 95.000 Arbeitsplätze), die Windenergie (82.100 Arbeitsplätze) und Solarenergieunternehmen (ca. 40.200 Arbeitsplätze). Bis zum Jahr 2020 sollen laut BMU über 400.00 Menschen in Deutschland im Bereich Erneuerbare Energien beschäftigt sein.[22]
Schwieriger ist der Nettoeffekt einschließlich der indirekten Wirkungen auf andere Bereiche abzuschätzen. Der Arbeit bei den Erneuerbaren stehen Arbeitsplatzverluste bei den konventionellen Energieträgern gegenüber. Wenn die Nutzung teurerer Energieformen zu höheren Energiepreisen führt (in welchem Umfang dies passiert, ist umstritten), kann dies Arbeitsplätze in anderen Branchen gefährden.
Insgesamt geht das Bundesumweltministerium von einem Netto-Arbeitsplatzgewinn von 35.000 Stellen (für Deutschland 2006) aus, der bis 2030 auf etwa 80.000 Stellen wachsen soll.[23] Andere Studien kommen zu dem Ergebnis, dass die durch die Förderung erneuerbarer Energien induzierten Arbeitsmarkteffekte langfristig netto vollständig neutralisiert werden, oder sogar negative Wirkungen haben können, also gesamtwirtschaftlich den Verlust von Arbeitsplätzen bedeuten.
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